Aktuell

Welttag der sozialen Gerechtigkeit: Armut wirksam bekämpfen

19.02.20 / 20:47

Im Lerncafé Kempelengasse

Caritas Präsident Michael Landau zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit: "Bildung ist die beste Armutsprävention". Bundesminister Rudolf Anschober und Bundesministerin Susanne Raab zu Besuch im Caritas Lerncafé Kempelengasse.

Bundesminister Rudolf Anschober und Bundesministerin Susanne Raab besuchten im Vorfeld des Welttags der sozialen Gerechtigkeit eines von 54 Lerncafés der Caritas – und zwar jenes in der Kempelengasse in Favoriten. Michael Landau begrüßte die beiden Gäste gemeinsam mit den Kindern und Freiwilligen des Lerncafés und nutzte die Gelegenheit, um aus Sicht der Caritas kurz zu skizzieren, was notwendig ist, um Armut in Österreich in den nächsten Jahren 

"Bildung ist die beste Armutsprävention"

Michael Landau: „Wir leben in einem wunderbaren Land. Doch auch bei uns gibt es noch immer viele Menschen, die von Armut betroffen sind – darunter auch sehr viele Kinder. Wir begrüßen daher den Plan der Bundesregierung, wonach die Zahl der armutsbetroffenen Menschen in den nächsten Jahren halbiert werden soll. Als Caritas stehen wir bereit, um hier einen Beitrag zu leisten. Ein solcher Plan kann dann erfolgreich sein, wenn alle an einem Strang ziehen: Bund, Länder, Wirtschaft, Hilfsorganisationen und Zivilgesellschaft. Das wird auch in unseren 54 Lerncafés in ganz Österreich deutlich. Mehr als 97 Prozent aller Kinder, die ein Lerncafé besuchen, schließen das laufende Schuljahr positiv ab. Bildung ist die beste Armutsprävention.“ 

Caritas Lerncafés

Das Lerncafé Kempelengasse ist eines von insgesamt 54 Lerncafés in ganz Österreich. In den Lerncafés erhalten knapp 2.100 Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien eine kostenlose Nachmittagsbetreuung und Lernhilfe. 97 Prozent der Kinder, die ein Lerncafé besuchen, schließen das jeweilige Schuljahr positiv ab. Es ist also ein echtes Erfolgsprojekt, das von Freiwilligen und SpenderInnen und auch von Mitteln der öffentlichen Hand (das Ressort von BM Raab fördert das Projekt) getragen wird. Die Nachfrage nach dem Angebot ist riesig: Mehr als 800 Kinder stehen derzeit auf der Warteliste. Allein im Lerncafé Kempelengasse könnten wir sofort 50 Kinder zusätzlich betreuen. Auch sie stehen auf der Warteliste. Derzeit werden in der Kempelengasse 90 Kinder kostenlos von 50 Freiwilligen begleitet und unterstützt.